All posts by Dr. Ulrike Schönball

06 Mai' 23

Klimawandel bringt Winterschlaf durcheinander!?

Dass durch den Klimawandel Gletscher schmelzen und Meeresspiegel steigen ist allseits bekannt. Zahlreiche wissenschaftliche Beobachtungen belegen jedoch, daß die globale Erwärmung auch den Winterschlaf der Tiere beeinflußt. So halten z.B. Igel ihren Winterschlaf, wenn die Temperaturen über einen längeren Zeitraum unter 6 Grad liegen. Dieser Zeitraum verkürzt sich zunehmend, sodaß die Tiere wegen der hohen Temperaturen bereits Ende Januar ihren Winterschalf beenden. Im wachen Zustand verbrauchen Igel innerhalb von nur 2 Wochen den Speck, der im Winterschlaf für die gesamte kalte Jahreszeit reichen würde. Die Tiere finden so früh im Jahr kaum natürliche Nahrung und erneute und plötzliche Wintereinbrüche bedeuten häufig de

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12 Feb' 23

Vorsicht: Medikamente der Besitzer können auf Haustiere übertragen werden!

Estrediol, Progesteron und Testosteron werden gut über die Haut aufgenommen und in der Humanmedizin zunehmend in Form von Gels, Salben oder Sprays verordnet, zum Beispiel in den Wechseljahren. Vielen Besitzern dürfte nicht bewußt sein, daß der enge Kontakt zur behandelten Haut ihre Haustiere gefährden kann. Hunde und Katzen reagieren sehr empfindlich auf Östrogene. Speziell für Katzen wird das Risiko womöglich unterschätzt: sie können die Wirkstoffe vermehrt auch oral aufnehmen, da sie so ausgiebig das eigene Fell putzen.

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18 Nov' 22

Neue Gebührenordnung für Tierärzte: seit 1999 erstmalig umfassend geändert

Die Gebühren für tierärztliche Leistungen werden zum 22. November 2022 durch eine „Änderung der Tierärztegebührenordnung (GOT)“, einer Verordnung des Bundes, erstmalig seit 1999 umfassend geändert, um zu gewährleisten, dass sich neuere medizinische Verfahren in der GOT finden. Die Anpassung der Gebührenordnung war überfällig. 2020 wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Studie in Auftrag gegeben, die wissenschaftlich fundiert die einzelnen tierärztlichen Leistungen bewerten sollte, um zu gewährleisten, dass die GOT kostendeckend ist. Die neuen Gebühren basieren auf den Ergebnissen dieser Studie. Sollte Ihnen der Preis als nicht angemessen vorkommen, bitte ich Sie zu bedenken, dass die

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28 Jul' 22

Rohfleisch-basierte Ernährung bei Hunden und Katzen

Der Trend, Hunde und Katzen mit rohen, fleischbasierten Futtermitteln, zu ernähren, beruht auf der Absicht, den Tieren eine natürliche Nahrung anzubieten. Neben rohem Fleisch, Innereien oder rohen Knochen stehen möglicherweise auch Obst, Gemüse, Öle, Nüsse, Samen und Nahrungsergänzungsmittel auf dem Spiseplan. Tierhaltern, die ihre Hunde und Katzen mit der sogenannten BARF-Methode ernähren möchten, wird empfohlen, sich umfassend zu informieren und sich der potenziellen Gesundheitsrisiken bewußt zu sein. Bei einer selbst zubereiteten Rohkost ist es wichtig, auf eine ausgewogene Zusammensetzung zu achten, sodaß essenzielle Nährstoffe im Futter enthalten sind. Zudem bedarf das Zubereiten von rohem Fleisch eines sachkundig

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14 Jun' 22

Das Risiko einer Spulwurminfektion beim Mensch wird häufig unterschätzt

In Deutschland haben bis zu 20 Prozent der Hunde, die Hälfte der Füchse und 70-80 Prozent der Katzen Spulwürmer. Spulwürmer, genauer gesagt deren Larven, können auch den Hunde- und Katzenhaltern gesundheitliche Probleme bereiten – ein Aspekt, der in der Humanmedizin häufig unterschätzt wird. Genaue Zahlen zur Inzidenz der humanen Toxocarose gibt es nicht. Das Risiko einer Infektion wird unterschätzt. Speziell in Deutschland werden humanpathologische Aspekte von Tierparasiten wie Toxocara in der medizinischen Lehre und in den Arztpraxen bisher zu wenig beachtet. Hier gibt es ganz klar Nachholbedarf. Viele Toxokarose-Effekte werden häufig nicht diagnostiziert, da sie sich klinisch ganz unterschiedlich zeigen. Ärzte so

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24 Jan' 22

Hauskatzen können sich mit Corona infizieren

Rund 4 % aller Hauskatzen in Europa haben eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht. Erkrankte Katzen können das Virus ausscheiden, aber es gibt keine Hinweise darauf, daß sie Menschen anstecken und zur Ausbreitung des neuen Coronavirus beitragen. Das ergab eine Studie deutscher und niederländischer Forschender, welche 2160 Blutproben von Katzen aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Italien und Spanien analysierten. Anhand der Daten konnte keine Aussagen darüber gemacht werden, wie hoch das Risiko für Katzen ist, sich bei infizierten Menschen anzustecken.

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25 Dez' 21

Alle Jahre wieder – Schokoladenvergiftung beim Hund

Alle Jahre wieder in der Vorweihnachtszeit der besorgte Anruf: "Mein Hund hat Schokolade gefressen ...". Positiv ist, daß Patientenbesitzer sensibilisiert sind, negativ, daß zu Zeiten des Internets die "Informiertheit" leicht in Panik umschlägt. Hier ein paar Fakten zur Einordnung des Problems: Schokolade enthält in ihrem Kakao-Anteil Theobromin und Koffein. Nach Aufnahme größerer Mengen kann es schon nach 2 bis 4 Stunden zu Vergiftungssymptomen und nach 12 bis 24 Stunden zum Tod kommen. Die Symptome sind dosisabhängig, und diese hängt wiederum neben der aufgenommenen Menge wesentlich von der Art der Schokolade ab. Hier gilt die einfache Faustregel: Je dunkler, desto mehr Kakao, desto giftiger. Die Giftstoffe

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28 Aug' 21

Schmerzsignale erkennen

Nicht nur wir Menschen, sondern auch Katzen können an chronischen Schmerzen leiden. Als chronisch bezeichnet man Schmerzen dann, wenn sie nach der Genesung nicht verschwinden oder wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen bzw. immer wieder aufflammen.

Besonders häufig sind Arthrosen die Ursache für chronische Schmerzzustände. Über ein Drittel aller Katzen im mittleren Alter von 6 1/2 Jahren und rund 90 % aller Katzen über 12 Jahre weisen diese Gelenkveränderungen auf, die mit großen Schmerzen verbunden sein können. Chronische Schmerzen set

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17 Jan' 21

6 Gründe für die Impfung von Tieren

Die Bedeutung wirksamer Impfprogramme ist selten so deutlich geworden wie in den Monaten der Corona-Pandemie. Fieberhaft wurde ein Impfstoff gegen das Virus entwickelt, und durch den Start der Impfungen erhoffen wir uns einen Durchbruch in der Bekämpfung der Pandemie: der Schutz durch Impfung könnte uns wieder ein gesellschaftliches Leben ohne einschneidende Beschränkungen ermöglichen. Auch in der Tiermedizin ist die Impfung ein Schlüsselinstrument:

  • Impfungen schützen Tiere vor schweren Krankheiten, unter denen diese sehr leiden oder sogar daran sterben können.
  • Jungtiere sind besonders anfällig für Krankheiten, da ihr Immunsystem erst im Alter von etwa 6 Monaten vollständig entwickelt ist.

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